Worauf kommt es beim Anbau von Biogemüse an: Die wichtigsten Tipps

Die Ernte eigener Bioprodukte muss kein Traum bleiben. Der biologische Anbau von Obst und Gemüse gelingt besser, als Sie denken. Bei der Wahl der Anbaufläche ist darauf zu achten, dass auf diese mindestens fünf bis sechs Stunden am Tag die Sonne scheint. Sind Ihnen gewisse Tierpopulationen bekannt, z.B. Kaninchen oder Rehe, welche sich stark für das zukünftige Gemüse interessieren könnten, denken Sie an einen Zaun oder andere Barrieren.

Bioprodukte benötigen viel Aufmerksamkeit

Ihr persönlicher Geschmack entscheidet, was angebaut wird. Bei erfahrenen Hobbygärtnern der Nachbarschaft und beim örtlichen Gärtnermeister bringen Sie in Erfahrung, welche Arten von Gemüse für die regionalen Verhältnisse geeignet sind. Sie können selbst Setzlinge ziehen, diese sind dann von Anfang an den Bedingungen des Gartens angepasst. Dazu eignet sich nicht jeder Samen. Aus dem handelsüblichen Saatgut wachsen meist Hybridpflanzen, auf der Packung wird das als „F1“ vermerkt.

Die daraus entstanden Pflanzen bringen zwar gute Ernten, bilden jedoch nicht den richtigen Samen. Entweder gibt es gar keine Samen, unfruchtbare Samen oder es wachsen Pflanzen minderer Qualität aus dem geernteten Saatgut. Machen Sie sich auf die Suche nach biologischem Saatgut, das in der Regel im Netz angeboten wird. Das Projekt „Privates Samenarchiv“ hält einen umfangreichen Katalog alter Gemüsesorten bereit. Deren Saatgut ist sortenfest und bringt meist die gleiche Pflanzenart hervor. Diese besteht besser gegen Schädlinge. Trotzdem wird Ihr Gemüseanbau ab und zu unter Schädlingsbefall leiden.

Entfernen Sie diesen mit biologischen Mitteln. Beim Kohl hat es sich bewährt, ein feines Netz über die Pflanze zu spannen. Kommt es doch zum Raupenbefall, entfernen Sie die Eier mit einem kleinen Lappen. Das sollte mehrmals geschehen. Die Qualität der Erde nimmt großen Einfluss auf die Bioprodukte. Sie darf nicht zu steinig sein. Sandige und lehmige Böden werden mit organischem Material verbessert, es wird also Kompost oder gut abgelagerter Mist untergemischt.

Mulchen Sie den Boden. Dabei wird organisches Material unkompostiert zwischen die Pflanzen gestreut, z.B. Laub, Ast- und Rasenschnitt oder Kaffeesatz. Das schützt vor Austrocknung und regt die Bodenorganismen an. Der Boden bleibt ohne viel Pflege fruchtbar und locker.

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