Bio-Obst und konventionelles Obst – wo liegt eigentlich der Unterschied?

bio-versand-obstDie Zeiten, in denen Bioprodukte nur von baumwolltragenden Außenseitern gekauft wurden, sind längst vorbei. Selbst große Discounter setzen mittlerweile auf den Verkauf von Bioprodukten, in jeder Stadt gibt es gut sortierte Biomärkte.

Die Dringlichkeit, die heimischen Böden vor der Zerstörung durch konventionelle Landwirtschaft zu schützen, wird täglich größer und nimmt einen immer größeren Platz in dem Bewusstsein der Menschen ein. Doch wo liegt nun tatsächlich der Unterschied zwischen Bio-Obst und konventionellem Obst?

Bioprodukte als Alleskönner

Um der Frage des Unterschieds zwischen Bioprodukten und konventionellen Produkten auf den Grund zu gehen, wurden zahlreiche Studien in Auftrag gegeben. 2014 ergab eine Übersichtsarbeit, dass konventionelles Obst viermal mehr Pestizidrückstände beinhaltet als Bio-Obst. Auch von dem gesundheitsschädlichen Schwermetall Cadmium enthält konventionelles Obst fast doppelt so viel wie Obst aus der Biolandwirtschaft. Cadmium kann zu chronischen Erkrankungen führen, da es sich wie alle Schwermetalle in den Organen anreichert.

Doch Bio-Obst kann noch mehr: Es enthält nicht nur weniger schädliche Inhaltsstoffe als konventionelles Obst, sondern auch mehr gesunde Inhaltsstoffe. Unter anderem Antioxidianten, die Tumoren, Schlaganfällen und Demenz vorbeugen und nebenbei noch gut für die Haut sind. Für den höheren Gehalt an Antioxidantien gibt es eine einfache biologische Erklärung: Da in der Biolandwirtschaft Schädlinge und andere negative Einflüsse nicht so stark bekämpft werden wie in der konventionellen Landwirtschaft, werden die wertvollen Inhaltsstoffe von den Pflanzen als Stressreaktion gebildet.

Dass Bio-Obst auch mehr Vitamine beinhaltet, ergab bisher keine Studie. Was immer noch viele davon abhält, letztendlich zum Bioprodukt zu greifen, ist der oft höhere Preis. Doch nicht nur der eigenen Gesundheit zuliebe lohnt sich der Kauf von Bioprodukten: Durch die Nutzung von ungeeigneten Böden in der konventionellen Landwirtschaft wird die Bodenerosion immer schneller vorangetrieben, wodurch auf Dauer immer weniger Boden für die Landwirtschaft zur Verfügung steht. Chemische Düngemittel belasten zudem unser Grundwasser, unsere Seen und Flüsse.

Letztendlich bleibt es natürlich jedem selbst überlassen, ob er zum Bioprodukt oder dem konventionellen Produkt greift. Was vielen jedoch nicht klar ist: Die bedrohte Art, die wir durch umweltbewusstes Handeln schützen, ist an erster Stelle die Menschheit.

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